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Zwischen Gleisen und Gesprächen
Christoph Schoppmann, Operations Expert für intermodale Terminals und Automatisierung
Wenn Christoph Schoppmann über Terminals spricht, klingt das selten technisch, sondern erstaunlich menschlich. Der Team Manager Operations bei HPC denkt in Prozessen, aber auch in Begegnungen. Automatisierung, sagt er, sei kein Selbstzweck, sondern „ein Mittel, um Abläufe verlässlicher zu machen und Menschen zu entlasten“.
Seit mehr als einem Jahrzehnt begleitet Christoph internationale Projekte an der Schnittstelle von Hafen, Hinterland und Schiene. Er koordiniert Machbarkeitsstudien, entwickelt Betriebsmodelle, bewertet Investitionen und sorgt dafür, dass komplexe Logistiksysteme nicht nur effizient geplant, sondern auch nachhaltig betrieben werden können.
Sein Weg zu HPC begann 2010, nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Mannheim. Logistik und Verkehrsgeographie faszinierten ihn früh – nicht wegen der Modelle, sondern wegen der Dynamik: Wo Güterströme auf reale Orte treffen, entstehen Geschichten, Konflikte, Lösungen.
Der Takt der Terminals
Christophs Arbeit beginnt häufig dort, wo Prozesse an ihre Grenzen stoßen oder neue Technologien ihre Praxistauglichkeit beweisen müssen. In den vergangenen Jahren hat er zahlreiche Projekte zur Automatisierung und Modernisierung intermodaler Anlagen begleitet – darunter ein Terminal in Kansas City, das er von der ersten Konzeptidee bis zur Inbetriebnahme verantwortet hat.
Er spricht bewusst selten von „Optimierung“, sondern von Verständnis für Abläufe. Denn wer automatisiert, ohne die Realität im Betrieb zu kennen, riskiert Lösungen, die am Menschen vorbeigehen.
Deshalb ist er regelmäßig vor Ort: auf dem Terminal, im Gespräch mit Mitarbeitenden, direkt im operativen Geschehen. Er beobachtet, wie Prozesse tatsächlich funktionieren, und prüft, wo Technologie echten Mehrwert schafft – und wo nicht.
Automatisierung ist für ihn kein Knopfdruck, sondern ein Prozess, der Vertrauen braucht.
Zwischen Projekten und Kulturen
Wer international arbeitet, lernt schnell: Projekte verlaufen selten nach Plan – aber sie gelingen, wenn Kommunikation funktioniert. Ob in Italien, Kolumbien oder den USA – Christoph bewegt sich sicher zwischen unterschiedlichen Systemen, Arbeitsweisen und Kulturen.
Er versteht seine Rolle nicht nur als Berater, sondern auch als Übersetzer – zwischen Technik und Betrieb, zwischen Planung und Realität, zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven.
Eine Anekdote aus Barranquilla, Kolumbien, bleibt besonders in Erinnerung: Dort wurde er eingeladen, Teil der Jury für die Hafenkarnevalsprinzessin zu sein. Ein unerwarteter Moment, der zeigt, wie wichtig Vertrauen und Nähe in internationalen Projekten sind.
Analyse trifft Empathie
Was Christoph auszeichnet, ist seine ruhige, präzise Art. Zwischen technischen Anforderungen und kulturellen Unterschieden findet er Lösungen, die funktionieren – nicht nur auf dem Papier, sondern im realen Betrieb.
Auch privat bleibt er neugierig: Auf Reisen sammelt er Kochbücher, probiert neue Rezepte aus und bringt Eindrücke aus aller Welt mit nach Hause. Für ihn sind Logistik und Kulinarik gar nicht so unterschiedlich – in beiden Fällen geht es um Timing, Zusammenspiel und das richtige Gespür für Details.
In einer Branche, die oft von Zukunftstechnologien geprägt ist, bleibt Christoph bewusst nah an der Praxis. Sein Ansatz: Prozesse Schritt für Schritt verbessern – mit einem klaren Verständnis für Technik, Abläufe und die Menschen dahinter. Denn nachhaltige Effizienz entsteht dort, wo Systeme funktionieren – und Menschen mitgehen.





