BSR Hydrogen Air Transport

Flughäfen auf eine wasserstoffbetriebene Luftfahrt vorbereiten

Wasserstoff wird voraussichtlich zu einem zentralen Energieträger für die (regionale) Luftfahrt werden. Um seinen zukünftigen Einsatz zu ermöglichen, benötigen Flughäfen mehr als nur neue Flugzeugtechnologien. Erforderlich sind Konzepte für Versorgung, Speicherung, Handhabung und die Integration in den laufenden Flughafenbetrieb.

BSR Hydrogen Air Transport (BSR HyAirport) bringt Flughäfen, Fluggesellschaften, Industriepartner und Forschungseinrichtungen aus dem Ostseeraum zusammen, um die praktischen Grundlagen für die wasserstoffbetriebene Luftfahrt zu schaffen und Flughäfen auf den zukünftigen Einsatz von gasförmigem Wasserstoff vorzubereiten.

Projektdauer
November 2023 – October 2026 
Funding Programm

Interreg Baltic Sea Region 2021–2027
Geographische Ausdehnung
Baltic Sea Region
Projekt-Lead 
Flughafen Hamburg

 

Projektziele

Von Wasserstoffkonzepten zur operativen Umsetzung an Flughäfen

Wasserstoff gilt als vielversprechender Energieträger für die zukünftige Luftfahrt. Um eine mögliche Nutzung vorzubereiten, sind neue Infrastrukturen, angepasste Betriebsprozesse und belastbare Versorgungskonzepte erforderlich.

BSR HyAirport unterstützt Flughäfen dabei, sich frühzeitig auf diese Entwicklungen einzustellen. Im Projekt werden praxisnahe Lösungen für die Versorgung, Speicherung, Handhabung und Betankung mit Wasserstoff entwickelt. Gleichzeitig trägt das Vorhaben zur Erarbeitung gemeinsamer Standards, Betriebskonzepte und tragfähiger Geschäftsmodelle für den möglichen Einsatz von Wasserstoff in der Luftfahrt bei.

Projektansatz

Von der Analyse bis zur praktischen Umsetzung

Das Projekt betrachtet die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette an Flughäfen – von regionalen Versorgungskonzepten bis hin zu den operativen Abläufen vor Ort. Gemeinsam entwickeln, testen und bewerten die Projektpartner Lösungen in den folgenden Bereichen:

  • Wasserstoffversorgung und -logistik
  • Speicher- und Verteilungskonzepte
  • Anforderungen an Flugzeuge und Bodenabfertigungsprozesse
  • Flughafenausrüstung und Infrastruktur
  • Regulatorische und operative Rahmenbedingungen

Durch Pilotprojekte und gemeinsame Praxistests werden diese Lösungen validiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. So entstehen praxisnahe Ansätze, die Flughäfen in der gesamten Ostseeregion bei der Vorbereitung auf die Wasserstoff-Luftfahrt unterstützen können.

Projektpartner

BSR HyAirport vereint 16 Projektpartner und 24 assoziierte Organisationen aus sieben Ländern des Ostseeraums. Die Partnerschaft bündelt Fachwissen von Flughäfen, Fluggesellschaften, Technologieanbietern, Behörden, Branchenverbänden und Forschungseinrichtungen.

Durch diese Zusammenarbeit werden technische, betriebliche und regulatorische Perspektiven gleichermaßen berücksichtigt, um Flughäfen auf die Einführung wasserstoffbasierter Luftfahrt vorzubereiten.

 

Was das Projekt bewirken soll

BSR HyAirport schafft eine praxisnahe Grundlage für die mögliche zukünftige Nutzung von Wasserstoff an Flughäfen. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören:

  • Konzepte für regionale Wasserstoff-Versorgungsketten
  • Empfehlungen für Flughafeninfrastruktur und Betriebsabläufe
  • Erprobte Lösungen für den Umgang mit Wasserstoff und die Betankung von Luftfahrzeugen
  • Orientierungshilfen zu regulatorischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen
  • Wissenstransfer innerhalb der Luftfahrtgemeinschaft im Ostseeraum

Das Projekt unterstützt Flughäfen dabei, zukünftige Anforderungen besser zu verstehen und fundierte Planungs- und Investitionsentscheidungen zu treffen.

Die Rolle von HPC in diesem Projekt

Als Projektinitiator hat HPC ein internationales Konsortium aus Flughäfen, Fluggesellschaften, Technologieanbietern, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Behörden aus dem gesamten Ostseeraum zusammengeführt, um die Voraussetzungen und Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff im Flughafenbetrieb und in der Luftfahrt zu untersuchen.

Darüber hinaus verantwortete HPC die Entwicklung des Projektkonzepts sowie die Erstellung des erfolgreichen Interreg-Förderantrags, der die Finanzierung des Projekts ermöglichte. Nach erfolgreicher Teilnahme an einem öffentlichen Vergabeverfahren übernahm HPC zudem die Koordination und das Management des Projekts.

Neben diesen Aufgaben bringt das Unternehmen seine Expertise in den Bereichen Luftverkehrsentwicklung und Nachfrageprognosen ein. Damit begleitet HPC das Projekt von der ersten Idee über die Fördermittelakquise bis hin zur praktischen Umsetzung und unterstützt die Entwicklung anwendungsorientierter Lösungen für den Einsatz von Wasserstoff in der Luftfahrt.