Vorbereitung von Ostseehäfen auf alternative Schiffskraftstoffe
Die Dekarbonisierung des maritimen Transports erfordert neue Kraftstofflösungen. Wasserstoffderivate wie Methanol und Ammoniak werden voraussichtlich eine wichtige Rolle in künftigen maritimen Energieversorgungsketten spielen. Viele Häfen stehen jedoch noch vor grundlegenden Fragen: Wie wird sich der Markt entwickeln? Welche Infrastruktur wird benötigt? Wie lassen sich Investitionen wirtschaftlich bewerten? Welche Sicherheits- und Regulierungsanforderungen müssen erfüllt werden? Und wie können Bunkerprozesse künftig organisiert werden?
Das Projekt H2-Derivatives@BalticSeaPorts (H2Deri@BSP) H2Deri@BSP schafft eine gemeinsame Wissensbasis und einen Entscheidungsrahmen, um Häfen im gesamten Ostseeraum bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. H2Deri@BSP unterstützt Häfen dabei, sich sicher, effizient und nachhaltig auf den zukünftigen Umgang mit Wasserstoffderivaten wie Methanol und Ammoniak vorzubereiten. Dazu gehören deren Umschlag, Lagerung und Bunkerung. Unter der Federführung von Port of Hamburg Marketing arbeiten Partner aus der gesamten Ostseeregion gemeinsam an praxisnahen Lösungen, die die maritime Energiewende voranbringen.
HPC ist für die Gesamtkoordination des Projekts sowie das Finanzmanagement des Konsortiums verantwortlich. In dieser Funktion fördert HPC die Zusammenarbeit der internationalen Projektpartner, stellt die Einhaltung der Programmvorgaben sicher und unterstützt die effiziente Umsetzung der Projektaktivitäten.

Projektziele
Den Weg für alternative Schiffskraftstoffe ebnen
Das Projekt entwickelt praxisorientierte Werkzeuge und Handlungsempfehlungen für Hafenbehörden, Terminalbetreiber, Energieunternehmen sowie weitere Akteure der maritimen Wirtschaft.
Handlungsfelder
- Marktanalysen für Wasserstoffderivate
- Investitions- und Geschäftsmodelle
- Planung von Bunker- und Umschlaginfrastrukturen
- Sicherheits- und Regulierungsrahmen
- Kommunikations- und Akzeptanzstrategien
- Entwicklung grenzüberschreitender Kooperationen
Projektansatz
Von der Analyse zur Umsetzung
- Markt verstehen: Analyse der zukünftigen Nachfrage, Produktionskapazitäten und Lieferketten für Wasserstoffderivate.
- Infrastruktur planen: Bewertung von Häfen, Terminalflächen und Energieinfrastrukturen hinsichtlich Lagerung, Umschlag und Bunkerung von Wasserstoffderivaten.
- Investitionen absichern: Entwicklung technoökonomischer Modelle und Business Cases zur Unterstützung fundierter Investitionsentscheidungen.
- Regulatorische Rahmenbedingungen gestalten: Erarbeitung harmonisierter Sicherheits- und Regulierungsansätze für den Umgang mit Wasserstoffderivaten.
- Markteinführung vorbereiten: Unterstützung von Pilotanwendungen sowie von Maßnahmen zum Wissenstransfer und zur Einbindung relevanter Stakeholder.
Was das Projekt bewirken soll
- Mehr Planungssicherheit für die Energiewende in Häfen: Das Projekt liefert praxisnahes Wissen, Werkzeuge und Handlungsempfehlungen, die Häfen bei der Vorbereitung auf zukünftige Wertschöpfungsketten für Wasserstoffderivate unterstützen.
- Markttransparenz: Verlässliche Prognosen zur zukünftigen Angebots- und Nachfragesituation von Wasserstoffderivaten.
- Grundlagen für Investitionsentscheidungen: Modelle zur Bewertung von Infrastruktur- und Energieinvestitionen.
- Praxisorientierte Handlungsempfehlungen: Empfehlungen und Instrumente für Hafenbehörden, Terminalbetreiber und Regulierungsbehörden.
- Orientierung im regulatorischen Umfeld: Harmonisierte Ansätze für Sicherheitsanforderungen, Genehmigungsverfahren und die operative Einsatzbereitschaft.















