HPC bewertete die Effizienz und Entwicklung des Budapester Rail Cargo Group Terminals BILK

Der Hafen- und Logistikinfrastrukturspezialist Hamburg Port Consulting (HPC) hat Pläne für die operative Entwicklung des intermodalen Terminals BILK in Budapest vorgelegt.

Der Budapesti Intermodális Logisztikai Központ (BILK) hatte im vergangenen Jahr einen Umschlag von 230.000 TEU und ist einer der größten intermodalen Logistikknotenpunkte Ungarns. Da die Umschlagskapazität fast erreicht war und kein angrenzendes Grundstück für eine Erweiterung zur Verfügung stand, bestand die Aufgabe von HPC darin, die Frage "Was ist möglich?" zu beantworten, um die Kapazität des Terminals zu erhöhen und seine Position im Netzwerk zu stärken. Dazu gehören die Größe des Lagers, die Rangierleistung, die Auslastung des Equipments und möglicherweise eine Verlagerung des Mixes der Frachteinheiten - Container, Anhänger und Wechselbehälter.

Im Herzen Europas gelegen, bietet Budapest eine erstklassige Lage als zentrale Logistikdrehscheibe, die die transkontinentalen und maritimen Verkehrsströme nach West- und Osteuropa verbindet. BILK ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der Rail Cargo Group für den intermodalen Verkehr mit regelmäßigen Verbindungen zu europäischen Häfen wie Hamburg, Bremerhaven, Koper, Piräus und Rijeka sowie zu den Bahnterminals in Neuss, Wels, Wien und Brünn, um nur einige zu nennen. Das Terminal schlägt derzeit hauptsächlich Seecontainer um, für die es ursprünglich konzipiert wurde, aber die Nachfrage nach dem Umschlag von Trailern und anderen kontinentalen Verkehren nimmt deutlich zu.

"Mit der Beauftragung von HPC wollen wir die einzigartige Lage des Budapester Terminals noch besser nutzen. Wir haben die sich ändernden Anforderungen unserer Kunden erkannt und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern aktiv an Lösungen", erklärt Attila Czöndör, CEO von BILK. "Wir wickeln am Terminal gleichzeitig See-, Kontinental- und Eurasienverkehr ab und wollen sicherstellen, dass all diese Verkehre mit ihren unterschiedlichen Merkmalen flexibel, aber dennoch pünktlich und zuverlässig abgewickelt werden können."

Die detaillierte Bewertung von HPC umfasste daher die Betrachtung einer breiten Palette von Optionen, einschließlich einer Untersuchung der aktuellen Terminalkapazität (Gleise, Aufzug, Rangierbahnhof, Flugsteig) und einer Sensitivitätsanalyse umfassender Planungsparameter wie einer Verringerung der Verweilzeiten der Einheiten und der Zugumläufe sowie Änderungen bei der Aufteilung des Verkehrsaufkommens auf die einzelnen Verkehrsträger und Verkehrsarten. Außerdem wurden die Auswirkungen von schnelleren Gate-Verfahren und einer Reduzierung der Gate-Spitzen durch den Einsatz von Technologielösungen wie Voranmeldung, optische Zeichenerkennung (OCR) und Self-Check-in untersucht.

Besonderes Augenmerk wurde auf Sicherheitsfragen gelegt. Ein erheblicher Anstieg des jährlichen Verkehrsaufkommens wird zweifellos eine Belastung für die derzeitigen Betriebsabläufe darstellen, die sich aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse und des kreuzenden Verkehrs negativ auf die Arbeitssicherheit auswirken wird, wenn keine größeren Änderungen der Betriebsabläufe in Betracht gezogen werden.

Frank Busse, Associate Partner und Business Development Manager Europe bei HPC, kommentiert: "Wir sehen einen echten Bedarf, die Terminals, darunter auch BILK, optimal an die sich ändernden Anforderungen der Bahngesellschaften anzupassen. Der wachsende Verkehr aus dem eurasischen Raum und der höhere Anteil nicht stapelbarer Ladung im kontinentalen Verkehr führen zu neuen Herausforderungen, an die sich das Layout und die Prozesse der Terminals anpassen müssen, um langfristig wettbewerbsfähige Dienstleistungen anbieten zu können."