AFIF-Förderung: Wie die maritime Logistik jetzt in alternative Infrastruktur investieren kann – mit bis zu 50 % Zuschuss

Wussten Sie, dass Sie für Lade- und Betankungsinfrastruktur in Häfen, Logistikzentren oder entlang von Verkehrsachsen Fördermittel von bis zu 50 % der Investitionskosten erhalten können – wenn Ihr Standort innerhalb der relevanten TEN-V-Korridore liegt? Haben Sie Vorhaben für E-Lkw, Wasserstoff-Lkw oder emissionsarme Binnenschiffe, scheitern aber bislang an der passenden Lade-, Betankungs- oder Landstrominfrastruktur? Planen Sie Ihre Hafen- oder Logistikinfrastruktur zukunftsfähig und regelkonform zu gestalten, sind sich aber unsicher, welche Fördermöglichkeiten bestehen?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ oder „Weiß ich nicht genau“ beantworten, sollten Sie das Förderprogramm AFIF prüfen. Dieses bietet Ihnen substanziellen finanziellen Spielraum – insbesondere für Unternehmen aus Transport, Logistik, maritimer Industrie und Infrastrukturmanagement.

Was ist AFIF – und warum ist das gerade jetzt strategisch entscheidend?

Die Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) ist Teil des europäischen Finanzierungsprogramms Connecting Europe Facility (CEF) und zielt darauf ab, die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe im Verkehrssektor auszubauen. Der Fokus liegt klar auf der Dekarbonisierung – und das bedeutet: Wer Lade- oder Betankungslösungen für Strom, Wasserstoff oder andere emissionsarme Kraftstoffe errichtet, kann EU-Zuschüsse von bis zu 50 % der Kosten erhalten.

Besonders relevant für:
  • Häfen & maritime Industrie
  • Logistikzentren & Speditionen
  • Tankstellen- & Ladeinfrastrukturbetreiber
  • Infrastrukturbetreiber an Autobahnen, Flughäfen, Güterverkehrszentren

 

Was wird gefördert? – Die wichtigsten Komponenten

AFIF richtet sich gezielt an Infrastrukturprojekte, die dem europäischen Verkehrsnetz (TEN-V) zugeordnet werden können. Das sind wichtige Verkehrsachsen, Häfen, Hubs und Logistikstandorte in Europa.

Förderfähige Infrastrukturen:
  • Onshore Power Supply (OPS) / Landstromanlagen in Häfen
  • Ladeinfrastruktur für E-Lkw entlang von Autobahnen und in Logistikzentren
  • Wasserstofftankstellen (insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge)
  • Netzanschlüsse & Stromversorgung (auch Hochspannungsanschlüsse)
  • Kombinierte Ladehubs für multimodale Transportknoten

Dabei gilt: Nicht nur große Konzerne profitieren – auch mittelständische Logistikdienstleister oder Hafenbetreiber können mit überzeugenden Projekten eine Förderung erhalten.

 

Warum ist das gerade für die maritime Logistikbranche so relevant?

Der maritime Sektor steht unter Handlungsdruck:

  • Ab 2030 müssen große Häfen laut AFIR (EU 2023/1804) Landstrom für Containerschiffe und Passagierschiffe (≥ 5.000 GT) bereitstellen;
  • FuelEU Maritime verpflichtet Reeder zur Nutzung emissionsarmer Energiequellen im Hafen.
  • Kunden und Reeder verlangen nach CO₂-freier Umschlagslogistik.
  • Gleichzeitig bestehen vielerorts noch Defizite in der OPS- und alternativen Kraftstoffinfrastruktur.

AFIF bietet erstmals systematische EU-Unterstützung für Onshore Power Supply (OPS). Hafenbetreiber können gezielt Ladeinfrastruktur für Containerschiffe, Fähren oder Binnenschiffe beantragen – in Verbindung mit Netzanschlüssen und Lastmanagementsystemen.

 

Wie läuft die Förderung ab – und worauf muss man achten?

AFIF ist kein reines Zuschussprogramm – es setzt auf sogenannte „Blending Calls“: Das bedeutet, EU-Mittel werden nur vergeben, wenn der Antragsteller eine Kofinanzierung durch Finanzinstitute (Bankkredite, Leasing) nachweist.

Die Voraussetzungen sind:
  • Ihr Projektstandort liegt im oder angrenzend an einen TEN-Verkehrskorridor oder wichtigen Hafenstandort (z. B. Nordsee-Baltikum, Mittelmeer, Hauptverkehrsachsen A1, A3, A7).
  • Die Projektplanung ist weit genug fortgeschritten: Genehmigungen, Business Case und technische Planung liegen vor.
  • Sie haben eine Finanzierungsstrategie mit Nachweis von Partnern (Bank, Leasinggeber, Investoren).
Häufige Stolpersteine im Antragsprozess können sein:
  • Unklare oder nicht belegte Standortzuordnung zum TEN-V
  • Unvollständige technische Dokumentation der Infrastrukturkomponenten
  • Fehlende Projektpartner oder Finanzierungsnachweise

 

Best-Practice: Rijeka OPS – EU-Förderfähigkeit mit HPC-Expertise

Der Hafen von Rijeka in Kroatien hat sich mit Unterstützung von HPC erfolgreich für eine EU-Förderung im Bereich Landstrom qualifiziert. HPC hat die Machbarkeitsstudie, technische Auslegung vorbereitet, um den Hafen auf die inhaltliche Anforderungen eines AFIF-Förderantrages auszurichten. Durch die gezielte OPS-Planung und Standortverortung im TEN-V konnte Rijeka als strategischer Adria-Hub seine Infrastruktur auf EU-Niveau weiterentwickeln – mit dem Ziel, Liegezeiten emissionsfrei zu gestalten und Reeder wie Spediteuren nachhaltige Services anzubieten.
 

Jetzt handeln: AFIF ist eine Chance mit Ablaufdatum

Die AFIF-Förderung läuft im Rahmen von zeitlich begrenzten Ausschreibungsrunden – und der nächste Call for Applications ist für Anfang März 2026 angekündigt. Erfahrungsgemäß benötigt ein erfolgreicher Antrag mindestens 4–6 Monate Vorlauf, um Standort, Finanzierung und technische Dokumentation auf CEF-Niveau vorzubereiten. 

Wer erst Anfang 2026 startet, hat kaum Chancen auf eine fristgerechte Antragstellung. Deshalb: Prüfen Sie jetzt Ihre Förderfähigkeit, starten Sie Planungen und sichern Sie Finanzierungspartner.

Wie HPC Sie als EU-Fördermittelpartner im AFIF-Förderprozess unterstützt

HPCbegleitet seit fast 50 Jahren komplexe Infrastruktur- und Energieprojekte in der maritimen Wirtschaft – von der Projektidee bis zur Umsetzung.

Unsere Leistungen für AFIF-Anträge umfassen:

  • Machbarkeits- und Förderwürdigkeitsanalyse: Prüfung, ob Ihr Projekt den Anforderungen der AFIF-Verordnung (EU 2021/1153) entspricht – inkl. TEN-V‑Relevanz, technologischer Reife und Transaktionsstruktur.
  • Antragsmanagement auf CEF-Level: Erstellung EU-konformer Projektskizzen (Part A/B), wirtschaftlicher Nutzenargumentation (CBA) sowie Risikobewertung gemäß CINEA-Vorgaben.
  • Strukturierung des „Blending“: Identifikation und Koordination von Kofinanzierungspartnern wie EIB, KfW oder privaten Investoren – ein zentrales AFIF-Kriterium.
  • Verfahrensbegleitung & Reporting: Unterstützung bei der Abstimmung mit EU-Agenturen (z. B. CINEA), Einreichungsprozessen via TENtec und laufendem Projektcontrolling im Falle einer Bewilligung.

Unsere Arbeit zielt darauf, dass technische Innovationsprojekte aus Häfen, Terminals und der logistiknahen Infrastruktur mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit durch den EU-Förderprozess geführt werden – belastbar, fristgerecht und strategisch eingebettet in Ihre Investitionsplanung.

Fazit: Jetzt Weichen stellen für eine grüne Transportinfrastruktur

AFIF ist mehr als ein Zuschussprogramm – es ist ein strategisches Instrument, um Ihre Infrastruktur emissionsarm und regelkonform zu gestalten. Nutzen Sie diese Chance jetzt und positionieren Sie sich als Vorreiter in der grünen Transformation der maritimen und logistiknahen Infrastruktur.

Wenn Sie wissen möchten, ob und wie Ihr Vorhaben in die AFIF-Förderkulisse passt, sprechen Sie mit Dr. Martin Schramm, HPC.

Luftaufnahme eines Containerschiffs, das an die Landstromversorgung angeschlossen ist, ein Blick auf Hafenarbeiter, die um die Landstromversorgung herum stehen

Wenn Sie wissen möchten, ob und wie Ihr Vorhaben in die AFIF-Förderkulisse passt, sprechen Sie mit Dr. Martin Schramm.