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Was HPC von anderen Beratungsunternehmen unterscheidet, sind die starken operativen Wurzeln unserer Berater, die über einen langjährigen beruflichen Hintergrund in der Terminal- und Hafenbranche verfügen. Das hilft uns bei der Umsetzung von Planungen in die Praxis, die funktioniert. Wenn Konzepte, Pläne und Roadmaps erstellt werden, wissen Insider des Terminalbetriebs, wo die Fallstricke lauern.

HPC kann Terminalbetreibern auch erfahrene Manager zur Seite stellen, wenn zum Beispiel neue Betriebsflächen eingerichtet oder Terminals in Betrieb genommen werden sollen. So geschehen bei Piattaforma Logistica Trieste (PLT), dem jüngsten Neuzugang im internationalen Terminalportfolio der HHLA.

Wir haben Giovanni Calderone, Terminalplaner und Operator bei HPC, der als Interim Operations Manager bei PLT zum reibungslosen Ablauf der Inbetriebnahme beigetragen hat, kürzlich zu seinen Erfahrungen befragt.

Giovanni, mögen Sie uns Ihren Verantwortungsbereich in Ihrer Rolle als Interim Operations Manager bei PLT beschreiben?

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei der Inbetriebnahme eines Terminals unter einem neuen Betreiber das Aufgabenspektrum für den Operations Manager recht umfangreich ist. Im Fall von PLT konzentrierte ich mich auf zwei Hauptaufgaben:

Eine davon war die Implementierung des Terminal Operating Systems TOS, ein typisches IT-Beratungsthema, das zu den "Bestsellern" der HPC-Beratungsleistungen gehört. Für die Implementierung des TOS-Systems bestimmen das Ladungsportfolio und dessen zukünftige Entwicklung die Anforderungen an das TOS und die damit verbundenen operativen Prozesse. Wir mussten die betrieblichen Prozesse neu modellieren und mit der IT-Landschaft und den Arbeitsaufträgen abgleichen. Darüber hinaus gehörten auch das zeitintensive Testen des Systems und die Fehlersuche vor der Inbetriebnahme zum Aufgabenbereich.

Die zweite Aufgabe bestand darin, Mitarbeiter einzustellen, sie von Grund auf zu schulen und sicherzustellen, dass sie in die Unternehmenskultur passen. Alle drei Komponenten bringen ihre Herausforderungen mit sich.

Wenn wir über das Team vor Ort sprechen, wie würden Sie die Zusammenarbeit mit den Kollegen am Terminal beschreiben?

Die Zusammenarbeit war absolut hervorragend. Obwohl die Leute so viel zu tun hatten, herrschte eine großartige Kultur der Unterstützung, der gegenseitigen Hilfe und vor allem des transparenten Austauschs aller Informationen, die zum Verständnis der Prozesse, Ziele und Anforderungen erforderlich waren. In meiner Rolle musste ich dafür sorgen, dass der Betrieb in die richtige Richtung läuft. Bei dieser Aufgabe fühlte ich mich durch das PLT-Team sehr unterstützt.

Was war das größte Hindernis, das es zu überwinden galt?

Lassen Sie es mich so sagen: Wir hatten einen ehrgeizigen Fahrplan, und die Inbetriebnahme eines Terminals mit einem neuen System, mit neuen Prozessen und neuem Personal ist natürlich mit Herausforderungen verbunden. Das Team und ich haben also sehr hart daran gearbeitet, diese Herausforderungen zu meistern, z. B. Zeitmangel, begrenzte Ressourcen und Budgetbeschränkungen. Am Ende sind wir erfolgreich in Betrieb gegangen. Das ist es, was zählt!

Die Inbetriebnahme erfolgte während der durch Covid-19 verursachten Lockdown-Wellen in Europa. Wie haben Sie die mit Corona verbundenen Herausforderungen gemeistert?

Während einige Aufgaben wie Planung oder Betriebsabläufe aus der Ferne erledigt werden können, müssen Sie für die Vorbereitung der Implementierung, die Einstellung von Mitarbeitern und den abschließenden 'Go-Live'-Prozess vor Ort sein.

Also zog ich für die 'heiße Phase' von etwa vier Monaten nach Triest. Ich denke, es hat geholfen, dass ich Italienisch spreche. So ist es einfacher, im richtigen Moment die richtigen Worte zu wählen, um die Kommunikation und die Arbeit am Laufen zu halten - ob aus der Ferne oder vor Ort.

Vor Ort befolgten wir die gleichen Covid-19-Vorschriften, die die HHLA-Mitarbeiter auf jedem Terminal befolgen müssen. Das war also keine wirkliche große zusätzliche Herausforderung auf dem Weg zur Aufnahme des Terminalbetriebs.

Was betrachten Sie als Ihren größten Erfolg bei diesem Projekt?

Ich denke, die wichtigste Auswirkung meiner Rolle war die Stabilisierung der Roro-Operationen. Wenn man den Betrieb nicht sieht, versteht man ihn nicht. Es war ein bisschen schwierig, weil nur ein Schiff pro Woche das Terminal anlief und die neuen Mitarbeiter eingearbeitet werden mussten.

Unser Team - mit der Gate-Crew und dem Büro zusammen 15 Personen - hat dem Terminal geholfen, einen häufigen Schiffsanlauf zuverlässig zu bewältigen. Dies ist von größter Bedeutung, da dieses RoRo-Terminal einen Großkunden bedient.

Das macht mich sehr stolz, und ich gratuliere dem gesamten PLT-Team zu diesem Erfolg. Das war wirklich außergewöhnlich!

Was nehmen Sie aus HPC-Sicht aus dem Projekt mit?

Die Unterstützung von Terminalbetreibern durch die Bereitstellung von Interimskompetenzen und -kapazitäten für den Terminalbetrieb ist eine Standard-Dienstleistung von HPC. Wir haben dies bereits in der Vergangenheit getan, z. B. wurde der Container Terminal Odessa (HHLA CTO) anfangs von uns verwaltet. Bei diesem Projekt gab es also keine großen Überraschungen, und wir konnten auf den zuvor gemachten Erfahrungen aufbauen.

Da es meine erste persönliche Inbetriebnahme war, denke ich, dass die wichtigsten Voraussetzungen für die Umsetzung der Theorie (eines Plans) in die Praxis praktische Erfahrung und Managementfähigkeiten sind. Die Fähigkeit, ein Team zu führen, es gleichzeitig zu motivieren und selbst Teil des Teams zu sein, sehe ich dabei als Schlüssel zum Erfolg.

Natürlich hilft auch ein solider Implementierungsplan, der die Worst-Case-Szenarien bzw. Fallstricke berücksichtigt, um den Weg zum Go Live zu strukturieren.

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Go Live, Giovanni, und vielen Dank für das Gespräch!