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Hamburg Port
Consulting

IHATEC-Projekt INTERACt abgeschlossen

Am Hauptsitz der HHLA in der Hamburger Speicherstadt fand kürzlich die Abschlusspräsentation des Forschungsprojekts INTERACt statt, das HPC seit Herbst 2018 als einer von drei Projektpartnern begleitet hat. In dem vom BMVI im Rahmen des IHATEC-Programms geförderten Projekt ging es um die spannende Frage, wie sich Containerterminals auf die Abfertigung autonom fahrender Lkw vorbereiten können.

Ziel

Ziel des Projektes war es, die Vorteile des autonomen Fahrens entlang der gesamten Transportkette nutzbar zu machen. Besonderer Fokus wurde darauf gelegt, die vornehmlich für öffentliche Straßen entwickelten Fahrzeuge auch auf den Terminalarealen einzusetzen und in die dortigen Betriebsabläufe einzubinden.

Zusammen mit den Konsortialpartnern CTD Container Transport Dienst (Projektleitung) und dem Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat HPC untersucht, in wieweit dies bereits möglich ist.

Aufgabenstellung

HPC hatte dabei die Aufgabe, die Lkw-Abfertigung auf verschiedenen Terminaltypen wie Containerterminals, Leer-Depots oder Packbetrieben zu analysieren. So sind unsere Mitarbeiter drei Tage lang auf den normalen Routen der Lkw mitgefahren und haben dabei die Abfertigungsprozesse genau beobachtet. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Tätigkeiten des Fahrers/der Fahrerin gelegt, die neben dem eigentlichen Fahren noch anstehen, z. B. Ladungssicherung, Leercontainercheck, dokumentarischer Aufwand und die Klärung organisatorischer Nachfragen. Beim autonomen Fahren müssen alle diese Aufgaben natürlich auch berücksichtigt werden.

Auf dieser Basis haben wir Abfertigungsprozesse für autonome Lkw definiert und daraus die technischen, operativen und rechtlichen Anforderungen sowohl an die Fahrzeuge, als auch an die beteiligten Transportdienstleister und Terminals abgeleitet und in einem Anforderungskatalog zusammengestellt.

Im Rahmen einer Lückenanalyse wurde skizziert, welche technischen und rechtlichen Gründe derzeit noch gegen den Einsatz autonomer Lkw auf Containerterminals sprechen. Während die Ladung bereits heute mit automatischen Twistlocks gesichert werden kann, bleibt z. B. die Frage: Wer übernimmt den Leercontainercheck? Dieser ist ohne menschlichen Einsatz derzeit nicht machbar und bei autonom fahrenden Lkw mit Haftungs- und Finanzierungsfragen für den Terminal verbunden. Außerdem betrifft dies Abfertigungsvorgänge und Schnittstellen, die heute noch nicht genügend standardisiert sind (Ist der Leercontainer sauber? Wie ist das definiert?). Die zur Schließung dieser Lücken notwendigen Entwicklungen wurden in einer Roadmap zusammengefasst.

Die Abschlusspräsentation des INTERACt-Projekts stieß auf großes Interesse. Wir konnten Gäste aus allen beteiligen Bereichen wie Terminals, Depots, Packbetriebe, Fahrzeughersteller sowie Behörden und Verbände begrüßen.

Mehrwert für unsere Kunden/Lessons learned

  • Die Projektpartner haben viel über die Abfertigungsprozesse auf den unterschiedlichen Terminaltypen gelernt.
  • Wir können die notwendigen Abfertigungsprozesse für autonome Lkw definieren.
  • Wir wissen, welche technischen Fragestellungen für den Einsatz von autonomen Lkw auf verschiedenen Terminals gelöst werden müssen (Anforderungen an den Lkw? Wie müssen sich Terminals und Fuhrunternehmen vorbereiten?).

 

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